KORFU


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Hey, mein Name ist Zerina und ich engagiere mich im Tierschutz im Ausland. Ich war im Winter diesen Jahres das erste mal auf Korfu und habe dort im Tierheim  geholfen. Jetzt war ich das zweite mal in Griechenland den Hunden helfen und ich hoffe, es werden noch viele weitere Male werden. Als Fotografin möchte ich mit meinen Bildern den Menschen die Welt nahebringen. Mit meiner Fotoreportage über Korfu versuche ich  Aufmerksamkeit zu erreichen, denn die Aufgabe eines Fotografen besteht nicht nur darin schöne Fotos zu machen. Ich möchte mich auch dunklen, vielschichtigen und drängenden Problemen der Menschheit widmen. Mit Bildern kann man zeigen, wie entsetzlich manche Menschen und Tiere in anderen Ländern leben müssen. Mein Dienst als Fotografin besteht nicht unbedingt darin, die Probleme der Welt zu lösen, aber ich kann mit meinen Bildern die Menschen zum Nachdenken anregen und hoffentlich zu Veränderungen in ihrem Handeln bewegen. 

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Ich genieße es jedes mal durch die leeren Straßen auf Korfu zu laufen und dabei fallen mir oft sehr skurrile Bauwerke ins Auge. Auf der griechischen Insel hätten die Lost-Places Fotografen eine große Motivauswahl. Irgendwie finde ich diese Gebäude auf eine gewisse Art und Weise schön und sehenswert. Wenn ich diese Häuserkomplexe anschaue, dann frage ich mich, wo die Eigentümer sind, warum wurde nicht weitergebaut oder was passiert mit den Häusern in der Zukunft? Ich hatte das Gefühl, dass die Armut die griechische Insel fest im Griff hat. Während meines Aufenthaltes erzählte mir eine Frau, dass immer weniger Touristen auf die grüne Insel reisen. Mittlerweile fliegen die Leute wieder lieber in die Türkei sagte sie mir. Die Wirtschaftskrise in Griechenland hat Spuren hinterlassen und ich die denke aus Sorgen der Einheimischen ist Angst geworden. Die Einwohner finanzieren sich ihr Leben größtenteils vom Tourismus. Bei mehreren Restaurantbesuchen fiel mir auf, wie wenig Kunden in der Abendzeit kamen. Zur Mittagszeit sah ich fast nie Leute essen gehen. Ich denke es ist nicht leicht für die Inselbewohner sich über Wasser zu halten und sie haben sicherlich mit Existenzängsten zu kämpfen.


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Ich möchte Euch von einer Bekanntschaft erzählen mit einer Inselbewohnerin aus Korfu. Im Winter habe ich die Tierschützerin im Norden der Insel das erste mal getroffen. Sie kümmert sich um Streuner und versucht den Tieren auf der Straße zu helfen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer bezaubernden Tochter in einem kleinen Haus. Marketa ist ihr Name und sie opfert in gewisser Weise ihr Leben für die Tiere. Die Leute schmeißen die Hunde über ihren Zaun oder wenn sie einen verletzten Hund auf der Straße sieht, dann nimmt sie ihn selbstverständlich mit und versorgt den Streuner medizinisch. Sie bezahlt die Kastrationen oder Tierarztkosten aus ihrer privaten Tasche. Sie hat immer um die 20 Hunde auf ihrem Grundstück um die sich tagtäglich kümmern muss. Sie investiert all ihre Zeit und Energie in die zurückgelassenen Hundeseelen. Es ist keine leichte Aufgabe, so etwas zu bewältigen wenn man selber nicht viel Geld hat und noch eine Familie zu versorgen hat. Sie ist angewiesen auf Spenden und Marketa ist euch über jeden Cent dankbar. Paypal: marketamav@seznam.cz


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Am ersten Tag im Tierheim auf Korfu sahen zwei andere Volontäre auf einem Spaziergang drei kleine Hunde im Gebüsch. Sie sagten uns Bescheid und wir nahmen Futter, Leinen und Halsbänder mit. Als wir ankamen war von den drei Welpen keine Spur mehr, aber wir hörten es unter einer Brücke im Graben winseln.  Der Graben war sehr tief und wir mussten noch eine Leiter besorgen um darunter zu klettern. Meine kleine Schwester und ein anderer Volontär sind mit Heckenschere und hohen Gummistiefeln in das Gebüsch herunter geklettert. Es war nicht einfach an die Welpen heranzukommen, denn wir sahen sie nicht und es war alles voller Müll und zugewachsen mit Pflanzen. Nach ungefähr 10 Minuten fanden sie den ersten Welpen und ich lief schnell mit ihm zum Tierheim , weil der Tierarzt gerade vor Ort war. Er sagte mir, dass der Welpe erst 1 oder 2 Tage alt wäre und er könnte leider nichts machen. Nach wenigen Minuten trafen die anderen Volontäre im Tierheim ein und brachten 4 weitere kleine Welpen.  Die kleinen Welpen waren total unterkühlt und schwach. Wir versuchten sie zu wärmen und zu füttern. Glücklicherweise fraßen sie auch etwas Hundemilch und fingen an sich etwas zu bewegen. Der Tierarzt meinte zu uns, dass die Neugeborenen keine Chance haben ohne ihre Mutter und ihre Milch. Daher machten sich einige von uns nochmal auf den Weg um nach der Mutter zu gucken. Im Gebüsch winselte es wieder und wir suchten verzweifelt nach noch mehr Welpen. Plötzlich tauchte ein Mann auf und er kam auf uns zu und wusste sofort an welcher Stelle sich die Welpen im Gebüsch befanden. Es war sehr offensichtlich, dass er die Welpen zuvor ausgesetzt hatte. Glücklicherweise war diese Hundewurf schon ungefähr 8 -10 Tage alt. Die Welpen waren nicht unterkühlt und wir versuchten direkt sie mit der Flasche zu füttern. Wir teilten die Welpen untereinander auf und meine Schwester und ich nahmen die ganz kleinen und schwachen Babys. Wir fütterten sie aller 2 Stunden, ob Tag oder Nacht. Wir freuten uns, weil alle Welpen im Wurf gut fraßen. Wir bemerkten jedoch auch, dass es einigen nicht gut ging. Sie atmeten sehr schwerfällig und sie wollten kaum schlafen. Normalerweise schlafen kleine Welpen sehr sehr viel, aber unsere taten es nicht. So starben uns in innerhalb von 4 Tagen 5 kleine Lebewesen in den Händen weg.  Ich wünsche niemanden, dass Mitterleben zu müssen. Es ist herzzerreißend, wenn so ein kleines Lebewesen bis jetzt nichts von der Welt sehen konnte und zum Sterben im Müll in einer Tüte zurückgelassen wird. Die Vorstellung, dass sie da unter dem Müll erstickt wären, ist noch furchtbarer. Wenigstens konnten sie in unseren Armen einschlafen und hatten ein kurzes Hundeleben mit viel Liebe und Zuneigung in den Stunden, wo wir sie versorgt haben. Ich hoffe ihr schlummert schön im Hundehimmel: Cosmo, Cäsar, Casimir, Campino und Caro. Nachdem unsere 5 kleinen Hundewelpen verstorben waren, haben wir 2 neue Welpen bei uns aufgenommen. Diese waren zu dem Zeitpunkt ungefähr 10 Tage alt und sie haben gerade versucht ihre Augen zu öffnen. Archie und Avalon haben in den Tagen laufen gelernt und wir konnten zugucken, wie sie stärker und größer wurden. Der Abschied fiel mir sehr schwer und ich hoffe, dass sie bei meinem nächsten Besuch der griechischen Insel munter sind. Ich würde mir so sehr wünschen, dass sie schnell ein schönes Zuhause in meiner Nähe finden. 


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Natürlich hat Korfu auch schöne Seiten und die griechische Insel ist an manchen Orten ein richtiges Urlaubsparadies. Die Ferieninsel Korfu ist eine nördlichsten griechischen Inseln und liegt im ionischen Meer, also vor der Westküste Griechenlands, zwischen dem Südzipfel Italiens im Westen und Albanien und dem griechischen Festland Griechenland im Osten. Die verschiedenen Ferienorte, Strände und Sehenswürdigkeiten von Korfu, verteilen sich über die ganze Insel und es ist echt praktisch, wenn man sich einen Leihwagen oder ein Quad mietet. Die Busverbindungen sind nicht gut ausgebaut und wer die Insel erkunden will, ist besser dran mit einem eigenen Fahrzeug. Im Vergleich zu vielen anderen Inseln im Mittelmeer, bietet Korfu zudem eine üppige Vegetation und wird daher oft als die "Grüne Insel" Griechenlands bezeichnet. Ich bin ein großer Fan von Korfu und ich liebe es, dass man in jeder Seitenstraße was neues entdecken kann. Ich bin froh, dass man nicht nur große Hotelkomplexe sieht. Im Süden der Insel fühle ich mich jedes mal wie eine Einheimische, weil dieser Teil der Insel nicht so stark touristisch ist. Es ist schön, wenn man die Einwohner kennenlernen kann, deren Lebensweise und Kultur besser verstehen lernt. Ich möchte im Urlaub nicht mit der Frau an der Hotelrezeption sprechen. Ich möchte viel lieber mit Einheimischen reden und deren Lebensweise besser verstehen.